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SK Ludwigshafen 1912 e.V.

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Frankenthaler Weihnachtsopen 2025

Bereits zum 10. mal fand zwischen Weihnachten und Silvester das Frankenthaler Weihnachtsopen statt. Von unserem Klub waren 8 dabei, 4 im A-Open und 4 im C-Open.

A-Open : https://s2.chess-results.com/tnr1275253.aspx?lan=0&art=4&turdet=YES&SNode=S0

https://www.schachbund.de/turnier/C601-830-FTA.html

18. Andreas Lambert 4/7
31. Burhanudin Msini 3,5/7
35. Sascha Sautner 3/5 (mit BYE in Runde 1, +54 DWZ)
45. Franz-Joseph Reimer 3/7

C-Open : https://s2.chess-results.com/tnr1275248.aspx?lan=0&art=4&turdet=YES&SNode=S0

DWZ-Auswertung : https://www.schachbund.de/turnier/C601-830-FTC.html

Janina und Selim erspielten ihre erste DWZ.

2. Nazar Poltorak 5.5/7 ( +216 DWZ)
33. Maximilian Ohmer 3,5/7
42. Selim Güler 2,5/7
48. Janina Seitenspinner 2,5/7

Das Turnier fand diesmal in der hinteren Turnhalle statt, so daß der Weg zur Kantine etwas weiter wurde. Dafür war der Weg zu den Toiletten kürzer. Was mir am Frankenthaler Open immer gut gefällt ist, daß man relativ viel Platz hat. Sowohl Ellenbogenfreiheit am Brett als auch genügend Raum um herumzuspazieren während der Gegner am Zug ist. Die Spielhalle war etwas frisch, weil die Heizung nicht ganz mit den winterlichen Temperaturen und der Lüftung mithalten konnte. Das sorgte zumindest für ein gesundes Raumklima, im Gegensatz zu einigen meiner letzten Opens wurde ich diesmal nicht von einer Erkältung heimgesucht.

Jedenfalls habe ich die 11. Auflage die hoffentlich nächstes Jahr stattfinden wird, schon vorgemerkt.

Überraschendes Unentschieden in der Rpf-Liga

Am Sonntag (15.12.2025) fuhren wir für die vierte Runde der Rheinlandpfalzliga zum Tabellenführer aus Trier. Die Trierer waren in Bestbesetzung angetreten, bei uns fehlte Bastian Küver an 6. Der Ratingschnitt war 2170 für Trier, 2028 für Ludwigshafen. Unser bestes Rating (2148) lag deutlich unter dem Durchschnitt der Trierer.

Aber genug der Zahlenspielereien.

Die Partien blieben lange Zeit offen, wobei es teilweise gar nicht gut für uns aussah. Dementsprechend gingen die Trierer auch zunächst in Führung. Da ich selbst lange spielte bekam ich einige Partien nur oberflächlich mit, meine Einschätzungen könnten also danebenliegen.

Reiner Junker kam aus der Eröffnung heraus trotz Weiß überraschend stark unter Druck und verlor schließlich.
0-1
Andreas Gypser lief in die gegnerische Vorbereitung und brachte ein etwas dubioses doppeltes Bauernopfer. Die Kompensation waren im Grunde ein paar Bauernschwächen und Springervorposten in der Nähe des Königs. Hier passierte dann wohl irgendetwas und Andreas gewann plötzlich.
1-1
Albert Hasselmeyer’s Stellung sah eigentlich gut aus, Mehrbauer und Doppelbauer beim Gegner – allerdings auch eine offene Linie am Königsflügel. Die Partie kippte.
1-2
Andreas Lambert versuchte sich an einer neuen Eröffnung und erreichte eine halbwegs ausgeglichene Isolani-Stellung. Der Gegner hatte den Bauern gut blockiert, konnte ihn aber nicht angreifen. Dann manövrierte der Trierer geschickt und wickelte in ein günstiges Endspiel mit Damen und Leichtfiguren ab. Kurz vor der Zeitkontrolle, in leichter Zeitnot, übersah er die konkrete Zugfolge die zum Vorteil geführt hätte. Es ergab sich ein totremises Läuferenspiel.
1,5-2,5
Die Partie von Hans Kelchner war die merkwürdigste. Er war kurz nach der Eröffnung unter starken Druck geraten. Der Gegner verschmähte einen Bauerngewinn um den Druck zu verstärken. Als ich das nächste mal hinschaute hatte der Gegner einen Turm gegen 2 Figuren. Das Blatt drehte sich bei knapper Zeit erneut und die Partie wurde Remis.
2-3
An Brett 1 geriet Richard Muckle in eine etwas passive Stellung. Es sah lange Zeit so aus, als ob es vielleicht haltbar wäre, es wurde einige Figuren getauscht. Am Ende reichte es aber doch nicht.
2-4
Nun liefen noch 2 Partien die beide gut für uns standen.
Bei Sascha Sautner ging es aus der Eröffnung direkt ins Endspiel, hier war der Gegner etwas besser entwickelt was er nutzte um Raumvorteil zu bekommen. Irgendwann ging dann aber einer der weit vorgerückten Bauern verloren, und Sascha gewann das Enspiel souverän.
3-4
Zu diesem Zeitpunkt war schon klar daß Stefan Johann noch einen Punkt einfahren würde, er hatte ein einfaches Turmendspiel auf dem Brett.
Sein Gegner hatte ambitioniert gespielt und zwei Bauern geopfert. Das schlug nicht durch und es kam zu einem Schwerfigurenendspiel mit immer noch 2 Mehrbauern für Stefan. Stefan wehrte die Aktivität der gegnerischen Figuren ab und lies nichts mehr anbrennen.

Endstand also 4-4

Nun haben wir kurioserweise gegen den Tabellenführer unentschieden gespielt, gegen den Tabellenzweiten gewonnen und alle unsere anderen Begegnungen verloren. Im Ergebnis sind wir drittletzter, also gefährlich nahe an der Abstiegszone.

Einzelergebnisse

SG Trier 1 (2170) – SK 1912 Ludwigshafen 1 (2028) 4:4
1 Barzen, Pascal(2364) – Muckle, Richard(2064) 1:0
2 Sebe Vodislav, Florian George(2273) – Johann, Stefan(2148) 0:1
3 Ramien, David(2246) – Junker, Reiner(2113) 1:0
4 du Maire, Jerome(2171) – Lambert, Andreas(2106) 1/2
5 Carafizi, Vasile(2126) – Gypser, Andreas(2119) 0:1
6 Yankelevich, Michael(2121) – Kelchner, Hans(1915) 1/2
7 Scholtes, Benedikt(2045) – Hasselmeyer, Albert(1937) 1:0
8 Baur, Philipp(2016) – Sautner, Sascha(1823) 0:1

Tabelle siehe https://sbrp-ergebnisdienst.de/index.php?p1=0:pa:R1-25-4

Rheinlandpfalz Liga : Schlechter Start

Die Rheinlandpfalzliga fängt für uns mit schweren Paarungen an. In der nächsten Runde am 26.10. spielen wir auswärts beim Aufstiegfavoriten Remagen II. Heute ging es gegen den Absteiger aus der Oberliga, den SK Frankenthal. Wir mussten urlaubs und Krankheitsbedingt auf 3 Spieler verzichten und konnten nur zu siebt antreten.
Die Frankenthaler traf es noch schlimmer, sie konnten nur 4 ihrer Stammspieler aufstellen – allerdings haben sie jede Menge starke Ersatzspieler, so daß der Ratingschnitt mit 2000 vs 2046 für die Frankenthaler sprach.
Leider verflachte das Spiel in einigen Partien relativ schnell zum Remis.
Stefan Johann öffnete eine Isolani-Stellung durch den Vorstoß d4-d5, stand aber nach den darauffolgenden Vereinfachungen trotz Läuferpaar eher etwas passiv. Durch genaues Spiel reichte es zum Remis.
Andreas Lambert holte nichts aus der Eröffnung und nahm das Remisangebot seines Gegners an, da kein Gewinnplan ersichtlich war. Er hatte seine eigene Stellung durch Bauernvorstöße eher geschwächt als verstärkt.
Bastian Küver spielte mit Schwarz solide, sein Gegner ebenfalls, da war nichts zu holen.
Hans Kelchner bildete ein starkes Bauernzentrum, aber genaue Züge des Gegners liesen die Stellung im Gleichgewicht.
Nach diesen Remisen stand es also 2-3 für die Gegner.
Kompliziert blieb es bei Sascha Sautner, Reiner Junker und Gerhard Wetzel. Sascha geriet gegen einen 200 Punkte stärkeren Gegner in ein schlechtes Endspiel und verlor. Reiner hatte eine komplizierte Stellung auf dem Brett die hoffnungsvoll aussah, übersah aber eine Taktik und verlor ebenfalls. Mit etwas Glück wäre hier ein voller Punkt möglich gewesen.