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1. Walldorfer Schachopen – Marc Motzer auf Platz 2 im B-Turnier

Uncategorized Sep. 9, 2026

Vom 03.09. bis 06.09.2026 fand erstmals das Walldorfer Schachopen in der Astoria-Halle statt. Die Halle bot sehr angenehme Spielbedingungen, dazu kamen eine sehr gute Verpflegung und optimale Parkplatzmöglichkeiten – insgesamt also beste Voraussetzungen für ein gelungenes Schachwochenende. Janina und Andreas haben im Folgenden ihre Eindrücke gemeinsam zusammengetragen.

Danke an STEFFEN PIECHOT für alle Bilder!!!

Im B-Turnier traten Marc Motzer uns Janina Seitenspinner für den SK Ludwigshafen an und gingen als Nummer 1 und 44 der Setzliste ins Rennen. Marcs Favoritenrolle wurde er von Beginn an gerecht und erwischte einen hervorragenden Start. In den ersten vier Runden zeigte Marc durchweg starke Leistungen und konnte alle vier Partien für sich entscheiden. Seine Partien waren über weite Strecken sehr souverän geführt, sodass er sich schnell an der Spitze des Turniers festsetzen konnte.

In der fünften Runde musste Marc dann seine einzige Niederlage gegen den späteren Turniersieger Ben Kian Djawid hinnehmen. Davon ließ er sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Bereits in der sechsten Runde fand er wieder zu seiner starken Form zurück und holte den nächsten vollen Punkt. Mit 5/6 Punkten ging er damit in die letzte Runde und hatte weiterhin beste Chancen auf einen Spitzenplatz.
Ein Remis reichte ihm schließlich, um das Turnier mit hervorragenden 5,5 Punkten aus sieben Runden abzuschließen. Damit belegte er einen starken zweiten Platz im B-Turnier. Insgesamt spielte Marc ein sehr überzeugendes Turnier und zeigte über weite Strecken starke und kämpferische Partien. Mit seinem zweiten Platz war er am Ende der erfolgreichste Spieler des SK Ludwigshafen.

Wir gratulieren ihm zum zweiten Platz!!!

Janina hatte wie Gypser einen schwierigen start und immer wieder Schwierigkeiten, gut aus der Eröffnung zu kommen. Außerdem musste sie wegen der Pfadfinder die Runden 4 und 5 aussetzen und kam dadurch insgesamt nur auf fünf gespielte Partien.
Die ersten zwei Runden endeten gegen Spieler mit DWZ 1757 und 1751 Remis. In Runde eins wäre mehr drin gewesen, in Runde 2 war es ein glückliches Remis. Runde 3 ging verloren aus.

In Runde 6 hatte sie ein gewonnenes Endspiel auf dem Brett, scheiterte aber leider an der Technik. Nach fast fünf Stunden Spielzeit und einem „unglücklicheren Remis“ war der Kampfgeist danach verständlicherweise etwas dahin. 😵‍💫
Für die letzte Runde musste also etwas Neues her. Janina ging mit Schwarz ins abgelehnte Damengambit – obwohl sie gerade einmal vier Züge Theorie kannte und eigentlich keine Ahnung hatte, wie man die entstehende Stellung spielt. 🤣 Frei nach dem Motto: „Wenn sowieso nichts klappt, kann ich auch mal was Neues ausprobieren“
Und genau damit gewann sie. 😂
Mit 3 Punkten aus 5 gespielten Partien beziehungsweise 3/7 in der Turnierwertung erreichte Janina Platz 40 und landete damit vier Plätze über ihrer Startrangliste. Auch den Damenpreis hatte sie bereits im Blick, verpasste ihn aufgrund der Buchholzwertung jedoch nur knapp.

Im A-Open ging Andreas Gypser an den Start mit Setzplatz 18 von 80 Teilnehmern. Der Start verlief äußerst holprig. In der ersten Runde wurde er in der Eröffnung auf dem falschen Fuß erwischt und stand schlechter. Bis das dann wieder repariert war, war bereits viel Material vom Brett und ein Gewinn nicht mehr möglich – Remis. Runde zwei wäre beinahe komplett schief gelaufen, nach einer strategischen Fehlentscheidung kam Andreas sogar in eine Verluststellung, die er so gerade noch Remis halten konnte. Auch in Runde 3 ergaben sich trotz leichter Vorteile keine umsetzbaren Gewinnchancen und nach zwei Tagen standen erst 1,5 Punkte auf dem Konto. Der dritte Tag lief dann aber optimal. Vormittags gab es einen Arbeitssieg in der längsten Partie der Runde (siehe Stellung Gypser-Dauner). In total verlorener Stellung stellt Schwarz die letzte Falle: Falls Weiß sich eine neue Dame holt mit 1. g8(D) folgt 1. … Ta2+ 2. Kc1 Ta1+ 3. Kb2 Ta2+ und Dauerschach (nicht 2. Kb1 wg. 2. … Td1 matt). Es gibt eine einzige Idee, die Weiß gewinnen läßt- die Grundlinie muss abgedeckt werden, damit man nach Kb1 nicht mattgesetzt wird und der gegnerische Turm darf nicht nach g2 kommen und die Umwandlung des g-Bauern verhindern: also 1. Tg1! Es folgte 1. … Ta2+ 2. Kb1 Txf2 3. g8(D) T3d2 mit Dauerschachdrohung. 4. Dg7 verhindert das- 4. …Ta2 5. Dc3 Ta4 – bleibt tricky- Gypser kann nicht auf b3 schlagen wegen Tb4 mit Damenverlust. aber 6. De3 Tda2 7. Dxb3 und wg. Dxa2 im nächsten Zug gibt Schwarz auf. Falls er z.B. mit dem Turm in Zug 6 nach h2 (6. … Tfh2)weggeht fällt c5 und nach T4a2 gibt es ein Matt in ca. 15 Zügen durch kombinierte Angriffe von Dame und Turm auf den schwarzen König.

Am Nachmittag dann mit Schwarz eine „Kneipenschlägerei“ mit völligem Chaos in der Dubov Variante der Italienischen Verteidigung, bei der Andreas das bessere Ende für sich hatte- 3.5 aus 5. In der sechsten Runde dann die beste Leistung: der Gegner mit ELO 2165 wurde im Endspiel überspielt -4.5 aus 6 (siehe Diagramm Gypser-Hayen). In dieser Stellung hat Schwarz gerade Te8 gespielt und will den Springer vertreiben. Weiß gewinnt mit 1. g6! Txe5 2.Th7+ Kf8 3.g7 und der Bauer wandelt sich um bzw. es wird matt. Oder 2. … Kg8 3. gxf7+ Kxh7 4. f8 (D) und Weiß gewinnt. Oder 2. … Kf6 3. Txf7+ Ke6 4. g7 Td8 Tf8 ebenfalls mit Gewinn. . In der letzten Runde dann auf der Bühne an Brett 4. Gegen IM Eisenbeiser die Eröffnung leider nicht gut überstanden, wurde Andreas dann langsam aber sicher überspielt und verlor: 4.5 aus 7 und geteilter 12. bis 19. Platz.

Über Julius Leistung können die beiden leider nicht viel sagen, aber er erreichte einen hervorragenden 5. Platz!

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